FAQ

 

Was ist Spezialitätenkaffee? 

In erster Linie ist Spezialitätenkaffee die vollständig gereifte, weinrote Beere. Die roten Beeren haben den vollen Geschmack, Koffein und Zucker, während die grünen Beeren eine leicht bittere und holzige Note haben.  Dann werden die Bohnen verarbeitet und  getrocknet.  Der Prozess Bedarf viel Aufmerksamkeit, ein Augenmerk auf die klimatischen Bedingungen und viel Engagement – wie z.B. die Bereitschaft mitten in der Nacht den Kaffee wieder ins trockene zu holen, um ihn vor dem Regen zu schützen. 

Und schließlich das Wichtigste - absolut alle schadhaften Bohnen auszusortieren, um bei der Röstung den wahren Geschmack des Kaffee zu erhalten. 

Was ist der Hauptunterschied von Spezialitätenkaffee zu normalem Kaffee?

Das Hauptproblem der modernen Kaffee-Industrie ist, dass Kaffee über die Börse verkauft wird. Die Börse ist nicht an der Qualität der Ernte interessiert, sondern einzig an seinem Gewicht. Die Kaffebauern in den letzten hundert Jahren haben fast den Glauben daran verloren, dass für jemanden die Qualität der Ernte noch irgendwas zählt und so gerieten auch die zwei wichtigsten Prinzipien jedes Agrobusiness auf den Augen: Nur reife Früchte zu ernten und Aussortieren von unreifen und beschädigten Bohnen. 

Eine Kaffeebohne reift leider sehr ungleichmäßig. Wenn ein Ast Früchte trägt, sind bloß 30% der „Kirschen“ reif, die restlichen 70% aber noch grün.  Man kann sie aber nicht auf den Ästen lassen, da die die reifen Früchte anfangen zu faulen. 

Allerdings ist das Gewicht, - sowohl der reifen „Kirschen“, welche reich an Zucker und Säuren sind und einen vollen Geschmack bilden, sowie der komplett grünen Früchte, - leider gleich. So sammelt der Kaffeebauer in einer Ernte alle Kirschen zusammen - die Börse wird sie sowieso abkaufen - und man spart die Kosten für Arbeiter. Aber wir mögen keine unreifen Wassermelonen, Aprikosen oder Tomaten welche gummiartig schmecken. Und genauso ist es beim Kaffee: Unreife Kaffeebohnen verbreiten in der Nase den Geruch von faulem Holz. 

Das zweite Problem: Es gibt sehr viele schadhafte Kaffeebohnen auf dem Markt. Das Heiße Klima, die hohe Luftfeuchtigkeit, die vielen Insekten - all diese Faktoren tragen zu dem hohen Anteil an Schädigungen der Früchte bei. In schlechten Jahren liegt die Quote mangelhafter Bohnen einer Ernte bei 40%.  Aber keine Sorge– die Börse verträgt alles. Nur: Wollen Sie schlechten Kaffee trinken?  

Wo kaufen Sie die Kaffeebohnen? 

Wir beziehen unseren Kaffee direkt  von landwirtschaftlichen Höfen aus Mittel- und Südamerika. Unter „Farmen“ sehen Sie mit welchen Höfen wir zusammenarbeiten. 

Was unterscheidet unseren Kaffee von dem weltbekannter Marken? 

Zunächst einmal sind alle unseren Kaffees einzigarte Mono-Sorten; alle haben sie ihren individuellen Geschmack und ihr individuelles Aroma. 

Keine große Marke der Globalplayer bietet Spezialitätenkaffee an, weil nämlich seine begrenzte Menge nicht die Nachfrage großer Unternehmen gerecht werden kann. Nur die direkte Zusammenarbeit mit den Landwirten ermöglicht es uns, Spezialitätenkaffee auf dem Markt zu bringen. Nur die Bohnen, welche von Hand sortiert und verarbeitet werden, tragen den echten Geschmack des Kaffees, der Geschmack, der durch die Industrialisierung der Branche abhanden gekommen ist. 

Wo liegt der Unterschied zwischen dunkler und heller Röstung? 

Sicherlich kennen Sie Begriffe wie „Italienisch“ oder manchmal auch „Französisch“, was eine sehr dunkle Röstung bedeutet. In der Tat, in den meisten Fällen wird diese Röstung dazu benutzt, den Unterschied zwischen den beschädigten und unbeschädigten Bohnen zu verdecken. Alle Bohnen, sowohl die guten wie auch die schlechten, werden geröstet und der schimmelige Geschmack der beschädigten Früchte wird verkocht. Dies sorgt für die Umwandlung  des potenziell süßen, fruchtigen, beerigen Geschmacks von Kaffee in einen bitteren. 

Wenn wir nur die reifen Kirschen sammeln und danach trocknen, sie richtig rösten – nur dann können wir das fantastische Potenzial des Kaffees spüren: Nicht bitter, von Natur aus süß, mit dem Geschmack von Zitrusfrüchten, Schokolade und Karamell. 

Stimmt es, dass große Bohnen besser schmecken als kleine Bohnen? 

In diesem Fall ist die Größe nicht wichtig - 70% aller Auszeichnungen bei Wettbewerben wird an das Bourbon verliehen, eine Arabica-Sorte, bei dem die Bohnen eine kleine Größe haben. Eine riesige Frucht, welche nicht genug gereift ist, erzeugt allein wegen seiner Größe keinerlei Mehrwert im Geschmack.

 

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